Verhalten nach dem Eingriff/ Einschränkungen?

Der Eingriff ist zwangsläufig mit einer Wunde im Bereich der Brustwand verbunden, die ca. 2 Wochen benötigen wird, um zu verheilen. Während dieser Zeit sollte die entsprechende Seite etwas geschont werden, in vielen Fällen wird hieraus eine entsprechende Arbeitsunfähigkeit resultieren. Im Langzeitverlauf sind keine relevanten Einschränkungen der Beweglichkeit und des täglichen Lebens zu erwarten.

Einschränkungen ergeben sich für Berufe oder Untersuchungen, die mit starken Magnetfeldern verbunden sind. Mittlerweile gibt es Schrittmacher und ICD’s, die MR-tauglich sind. Generell sollte vor der Anwendung Kernspin- oder Magnetresonanz- tomographischer Untersuchungen (MRT) geprüft werden, ob das implantierte System hierfür geeignet ist.

Nach der Implantation wird den Patienten ein Implantations- oder Gerätepass ausgehändigt, aus dem wesentliche Informationen über die Art des Implantats hervorgehen. Alle Hersteller bieten darüber hinaus Informationsbroschüren und technische Handbücher an, entweder in Papierform/ CD oder im Internet.

Trotz langjähriger Erfahrung und technisch ausgereifter Geräte kann es bei und nach dem Eingriff zu Funktionsstörungen kommen. In der Frühphase nach dem Eingriff können beispielsweise die Elektroden verrutschen, im Langzeitverlauf kann ein Kabel brechen oder die Isolierung schadhaft werden. Diese Störungen können bei der Abfrage im Rahmen der Kontrolluntersuchungen  im Allgemeinen erkannt werden, durch Röntgen-Aufnahmen kann die Lage der Elektroden kontrolliert werden. Je nach Ursache können diese Störungen entweder durch Umprogrammieren beseitigt werden, andernfalls müßte die Elektrode gewechselt werden.

Schrittmacher und ICD’s beziehen ihre Energie aus Batterien, die naturgemäß nur eine eingeschränkte Lebensdauer haben (ca. 10 Jahre). Der Batteriestatus wird ebenfalls im Rahmen der Abfrage festgestellt, am Ende der Laufzeit muß dann das Gerät gewechselt werden (sog. „Batteriewechsel“).  Hierbei wird das komplette Gerät getauscht, die Elektroden hingegen können meist weiter verwendet werden, da deren Lebensdauer im Allgemeinen deutlich länger beträgt.